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                                                Stadt Gießen                                                                                           30.01.2009

In der Wellblech-Halle haben Cita, Lilly, Anna und Amigo viel Spaß


                                      Bild: Franz Maywald

Auf altem Polizeigelände Training für Hunde auch bei schlechten Wetterbedingungen möglich.

GIESSEN (fm). Erstmalig in Gießen können Kurse für Hundetraining jetzt auch abends und bei miserablen Wetterbedingungen im Trockenen stattfinden. Und zwar in einer dafür ungenutzten alten Wellblech-Halle auf dem ehemaligen Polizeigelände an der Karl-Glöckner-Straße. Astrid Paparone hat das Domizil angemietet und es mit 40 Kubikmeter Rindenmulch ausgelegt. Wenn die Hundetrainerin die von ihr betreuten Vierbeiner Lilly, Anna, Amigo und Cita an den verschiedenen Agility-Geräten schult, ist erstaunlich, mit wie viel Spaß und Konzentration der Hütehundmischling, der Havaneser-Mix und die zwei Schäferhunde bei der Sache sind. Mit Rieseneifer flitzen sie durch den Tunnel, über die Hürden und die Wippe hin zur Flyball-Box. Um sich nach einem halblauten Kommando oder einen Fingerzeig schlagartig mit jeder Faser auf ihre Trainerin zu konzentrieren. "Kern unserer Ausbildung ist das sogenannte Aufmerksamkeitstraining", sagt die studierte Biologin und leidenschaftliche Tierschützerin.
Ein harmonisches Zusammenleben zwischen Hund und Halter könne nur durch "eine feste Bindung und absolutes Vertrauen" zwischen beiden erreicht werden. Diesem Ziel dient alles, was Paparone in ihrer Hundeschule anbietet. Die Spanne reicht von Ausbildungs- kursen für alle Altersklassen über Problemhundetraining, Wesenstestvorbereitung, Kurse in Dummy- und Nasenarbeit, Agility, Flyball, Hundeführerschein bis hin zu Seminaren, die sich beispielsweise mit der Körpersprache der Hunde beschäftigen. Dabei steht ihr ein fünfköpfiges Trainerteam zur Seite, dem auch der Deutsche Meister im Flyball, Joachim Müller, angehört.
Mit praktischem und theoretischem Wissen sollen Hundehalter befähigt werden, "ihre Hunde alltagstauglich zu erziehen und artgerecht zu beschäftigen", sagt Paparone. Das Training findet auf dem Hundeplatz neben der neu angemieteten Halle, aber auch an rund 30 Außenstellen in und um Gießen statt. Darunter auf dem Schiffenberg, im Seltersweg und auf dem Uni-Gelände. Neben der Vermittlung des Grundgehorsams stehen dabei Apportierübungen, Suchspiele, Anti-Jagd-Training und Arbeiten an den Agility- und Flyball-Geräten auf dem Programm.
Von Vorteil ist die Halle auch beim Welpentraining, das dort zunächst ohne Ablenkung von außen beginnen kann, ehe die jungen Hunde "die große weite Welt" entdecken. Besonders Tieren, die aus dem Tierheim stammen und von Paparone zur Vermittlung fit gemacht werden, kommt das Hallentraining zugute. Vor allem, wenn es sich um ängstliche, nervöse Hunde oder solche mit Verhaltensstörungen handelt: "In der ruhigen Atmosphäre kann sich der neue Besitzer, zusammen mit dem jeweiligen Trainer, gezielt auf seinen Hund konzentrieren."
Am kommenden Sonntag, 1. Februar, soll der Öffentlichkeit bei einem Tag der offenen Tür von 11 bis 15 Uhr in der Halle gezeigt werden, welche Beschäftigungsmöglichkeiten es für das Innentraining mit Hunden gibt.
Infos unter: 0641/2090964 (AB) oder 0160/98776138.